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Android App - Passwortverwaltung Keeper
Auswahl der Anwendung:
Mein Pflichtenheft für eine Passwortverwaltung umfasste folgenden Must-Have Punkte.
- Ordentlich schnelle und gut zu bedienende Android Variante
- Verfügbarkeit einer Desktop Version für Windows PC
- Keine online speicherung der Daten für den Austausch mit der Desktop Software
- Möglichkeit Einträgen Kategorien zuzuweisen
- Wenige unflexible vordefinierte Felder
- Großer Bereich für freie Textnotizen
Nach Recherche im Android Market und in diversen Foren kristallisierten sich zwei Lösungen heraus.
SplashID von splashdata
Bei SplashID sind viele Felder möglich. Auch ein Notizfeld wird angeboten. Die einzelnen Einträge können sowohl einen Typ besitzen als auch einer Kategorie angehören. Eine Desktop Version existiert für Windows und Mac. Der Abgleich zwischen Desktop und Android erfolgt drahtlos. Somit alle harten Fakten des Pflichtenheftes erfüllt.
Preislich liegt die Android Version bei 9,95$ und die Desktop Version bei 19,95$.

Keeper von callpod
Bei Keeper gibt es neben dem Titel nur zwei fest definierte Felder: Login und Passwort. Dazu noch ein riesiges frei zu nutzendes Notizfeld. Auch hier gibt es eine Desktop Version. Diese ist neben Windows und Mac auch für Linux erhältlich. Einträge können lediglich in Ordnern organisiert werden.
Preislich ist die Android Version kostenlos und die Desktop Version kostet auch 19,95$.
Meine Entscheidung ging zugunsten von Keeper aus. Meine persönlichen Pluspunkte welche vor allem für Keeper sprachen waren neben dem positiven Gesamteindruck wärend der Tests auch der günstigere Setpreis. Beim derzeitigen Dollarkurs wurden meiner Kreditkarte 15 EUR belastet. Das geht in Ordnung.

Android App Keeper:
Nach dem Start der Android Anwendung gelangt man als erstes zum Login Screen. Hier das Master Passwort eingeben und man landet in der Übersichtsliste.
Oberhalb dieser Liste kann man Suchen. Die Funktion findet auch die gesuchte Textstelle innerhalb der Einträge etwa im Notizbereich. Das ist mitunter recht praktisch, wenn man nicht weiß wie man den Eintrag benannt hat. Neben dem Suchfeld ist der Button um zwischen Listenansicht und Ordnerstruktur hin und her zu schalten. Ein Klick auf einen Listeneintrag öffnet diesen in einer Art Pop-Up Fenster vor den Einträgen. Falls Login, Passwort oder Text in einer anderen Anwendung benötigt wird, kann man diesen über einen Langklick in die Zwischenablage übernehmen und in der gewünschten Anwendung einfügen. Nach dem Abfragen der Information kehrt man über "Schließen" zurück zur Liste.
Rechts oben in der Listenansicht ist für einen schnellen Zugriff ein Button um einen neuen Eintag anzulegen. In der ersten Zeile kann im Textfeld ein neuer Ordnername eingegeben werden oder über den Button rechts daneben ein bestehender Ordner gewählt werden. Bei den Feldern für Login und Passwort hat man mit der Würfelschaltfläche die Möglichkeit zufällig generierte 10-stellige Inhalte zu generieren. Für das Passwort finde ich das noch recht praktisch. Beim Login sehe ich darin weniger Sinn.
Über die bei Android Smartphones übliche Menütaste können verschiedene Optionen und Einstellungen aufgerufen werden.
Auf Synchronisieren, Sichern und Wiederherstellen gehe ich später genauer ein. Neu und Hilfe sollten selbsterklärend sein. Unter Einstellungen kann das Farbtheme gewählt werden. Auch kann der Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert werden. Dabei werden alle Daten gelöscht, sobald das Masterpasswort fünf mal falsch eingegeben wurde. Hier kann auch das Masterpasswort zurückgesetzt werden und anschließend ein neues vergeben werden. Die Möglichkeit Feldbeschriftungen zu ändern hat bei mir allerdings nicht funktioniert.
Mobile Sicherung:
Keeper bietet die Möglichkeit die Daten als verschlüsselte Datei auf den Servern der Firma Callpod abzulegen.
Mit der Schaltfläche "Sicherung" wird ein Assistent gestartet, welcher nach einem Titel, einer Frage mit Antwort und einer E-Mail Adresse fragt. Anschließend werden die Daten zu Callpod geschickt.
Die Wiederherstellung läuft zweistufig ab. Erst gibt man seine E-Mail Adresse ein. Daraufhin wird ein Verifikationscode per E-Mail verschickt. Wenn dieser korrekt eingegeben wurde werden alle bisherigen Sicherungen angezeigt. Vor dem eigentlichen Wiederherstellungsprozess wird noch die Antwort auf die Verschlüsselungsfrage gestellt.
Ob man seine Daten (verschlüsselt) auf dem Server der US Firma ablegen möchte ist sicher eine persönliche Entscheidung.
Windows Anwendung Callpod Keeper:
Die Installation der Windows Anwendung geht sehr einfach von der Hand.
Nach der Definition des Masterpasswortes (ich habe das selbe wie in der mobilen Anwendung gewählt) gelangt man zum Login.
Die Programmoberfläche präsentiert sich als ordentliche Java Anwendung. Übersichtlich gestaltet und quasi alles selbsterklärend. Zusätzlich gibt es unter Import/Export noch die Möglichkeit neben der verschlüsselten Sicherung Daten unverschlüsselt zu exportieren. Etwa als PDF, Textdatei oder Excel Tabelle. Auch der Import aus Textdateien ist möglich. Hilfreich ist beides etwa bei der Migration von einem bisherigen Passwort-System zu Keeper.
Keeper Synchronisation:
Zu Beginn für alle die den HotSync von PalmOS kennen. Hier geht der es nicht ganz so einfach.
Auf dem Reiter "Mobil-Synchronisation" der Desktop Version wählt man das Gerät aus. Hier: "Android-basiert Smartphonen". Ja, die Übersetzung ist insgesamt nicht perfekt
. Weiter mit "Zur Synchronisation".
An dieser Stelle muss nun der Synchronisationsvorgang auf der Seite des Mobilgerätes gestartet werden. Optionen - Synchronisieren. Hier ist auf EIN zu schalten. Jetzt wird die IP Adresse des Android Gerätes im WLAN angezeigt. Diese muss in die Maske der Desktop Anwendung übertragen werden. Beide Geräte müssen sich dazu im selben Netzwerk befinden.
Mit einem Klick auf "Jetzt synchronisieren" auf dem Desktop startet der drahtlose Sync-Vorgang.
Sobald die Synchronisation abgeschlossen ist, zeigen beide Seiten eine Bestätigung an. Auf Desktop Seite wird dabei auf die beiden erzeugten Sicherungen hingewiesen. Eine von der Desktop Seite und eine von der Mobilseite, beide jeweils vor dem eigentlichen Syncvorgang.

Fazit:
Nach etwa einer Woche produktivem Einsatz bin ich mit den gebotenen Funktionen sehr zufrieden. Beide Anwendungen laufen schnell und stabil. Ich hatte bei keiner bisher einen Absturz.
Die Änderung der Feldbezeichnungen funktioniert zwar nicht, dass ist aber nicht entscheidend. Ein Schönheitsfehler, welcher bei einem Update behoben werden sollte.
Eine Funktion fehlt mir allerdings. Eine gute Verwaltung von iTAN Listen. Man kann zwar die TANs mit Nummer in das Textfeld eingeben, eine spezielle Kategorie evtl. mit Suchfunktion wäre aber schon toll.
Zusammenfassend handelt es sich bei Keeper und Keeper Desktop um ein sehr gutes Gespann für die Passwortverwaltung auf Androidtelefonen. Für 20 $ (ca. 15€) ist es auch preislich in Ordnung. Ich gebe 5 von 5 Androiden.

















2. Juni 2010 - 13:08 Uhr
5. Juli 2010 - 20:41 Uhr
23. September 2010 - 7:57 Uhr
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