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Im Test: Geotagging mit Aperture 3 - Fotos anzeigen

26 Februar 2010
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Nach einigen Tests mit der neuen Aperture 3 Bildsoftware von Apple gibt es hier einige Infos zu der neuen "Orte" Funktionen. Mit "Orte" fasst Apple alle Funktionen zum Thema Geotagging zusammen. In diesem ersten Teil geht es um die Anzeige und das Suchen von Bildern, welche bereits über Geoinformationen verfügen.

Den ersten Schwerpunkt meiner Tests legte ich auf die Verwaltung und Suche von Fotos welche bereits extern mit Geodaten versehen wurden. Es sollte herausgefunden werden, was Aperture 3 mit Fotos anfangen kann, welche bereits über GPS-Koordinaten verfügen. Diese Geoinformationen  können beispielsweise direkt in der Kamera in die Bilder geschrieben worden sein. In meinem Fall wurden sie nachträglich per Geosetter hinzugefügt.

Gleich beim ersten Start kommt die Frage ob die GPS-Koordinaten der Bilder an Apple geschickt werden dürfen. Das Reverse Geocoding geschieht somit auf Apple Servern und setzt Internetverbindung voraus. Möglicherweise ein Problem wenn die Daten bereits On-Location in den Katalog sollen.

Bei den Testbildern handelte es sich sowohl um JPG als auch NEF (RAW) Daten. Die JPG Bilder stammten von verschiedenen Kameraherstellern.

GPS Rohdaten:

Die GPS Daten aus den Exif Informationen können über den Reiter "Metadaten", Untergruppe "GPS" angezeigt werden.

Neue Orte Ansicht:

In der linken Spalte wählt man "Orte" aus. Jetzt werden alle Bilder rechts unten angezeigt. Darüber befindet sich die Google Karte. Wahlweise Satellit, Straßen oder Gelände. Mit dem Zahnradsymbol kann "Kennzeichen für Ort einblenden" gewählt werden. Dann werden alle Bilder, welche über Ortsinformationen verfügen mit einem roten Pin gekennzeichnet. Um die Karte mit den Markern übersichtlich zu halten werden nahe beieinander liegende Ortsmarker zu einem zusammengefasst. 

Sobald sich die Maus über einem solchen Marker befindet zeigt ein Pop-Up an, wie viele Bilder sich hinter diesem Marker verbergen. Ein Klick auf den Rechtspfeil zoomt in die Karte und zeigt mehr Ortspositionen.

 

Dazu gleich ein kleines Manko. Obwohl noch Zoomstufen vorhanden sind und Bilder immer noch gruppiert sind, werden diese Gruppen teilweise nicht vollständig aufgelöst. Ein manueller Zoom bringt aber das Ergebnis mit mehreren verteilten Markern.

Ortsinformationen zur Koordinate:

Sofern man dem senden der Daten an Apple zugestimmt hat, werden zusätzliche Informationen durch Reverse Geocoding ermittelt und in die Datenbank übernommen. Die ermittelten Daten werden am oberen Rand der Karte angezeigt.

Über Drop-Down Felder können alle Bilder etwa aus der gewünschten Stadt angezeigt werden.

Die Zuweisung von Ortsdaten funktioniert für Länder und Bundesstaaten (Bundesland, Kanton) noch sehr gut. Auf Städte oder gar Ortsebene versagt die Bestimmung von Apple allerdings sehr oft. Verschlimmernd kommt hinzu, dass die nicht gefundenen Städte oder Orte nicht etwa in "Andere" abgelegt werden. Diese Bilder erscheinen einfach überhaupt nicht. "Andere" Städte bekam nur ein einziges der Testbilder. Alle Bilder im Bereich Starnberg und Bad Tölz wurden einfach ignoriert. Damit entsteht ein falsches Bild über die Anzahl der verschiedenen Aufnahmeorte. Auch eine Suche ist damit nur eingeschränkt möglich.

Die von Geosetter bereits in die IPTC Daten geschriebenen Ortsinformationen bestehend aus Land, Staat, Gemeinde und Ort werden im Bereich "Orte" von Aperture ignoriert. Bei der Standardsuche kann nach diesen Informationen aber selbstverständlich gesucht werden.

Fazit:

Die Präsentation der Bilder auf der Karte ist gut gelungen und Apple-typisch schön anzuschauen. Im Hintergrund offenbaren sich aber noch Schwächen. Speziell beim zuordnen von Ortsinformationen. OK, keine Datenbank kann alle Ortsinformationen enthalten. Aber dann sollte wenigstens mit Bildern zu denen Informationen fehlen anders umgegangen werden. Etwa durch einen Unterpunkt "4 unbekannte Orte".

Was sagt ihr zu den neuen "Orte" Funktionen?

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