Das Geotagging Buch
So vergessen Sie nie wieder, wo Sie ein Foto gemacht haben
Matthias Schwindt
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Geotagging Workflow mit Lightroom und GeoSetter
Hier eine Vorstellung meines Arbeitsablaufes zum Geotagging in Lightroom 3 mit GeoSetter.
Schritte außerhalb von Lightroom
Als erstes kopiere ich alle Bilder von der Speicherkarte auf die Festplatte. Die Fotos wandern dabei in den Ordner "- IMPORT" auf meiner Bilderfestplatte. Jetzt habe ich die Daten schon ein zweites mal. Eine Sicherung ist immer noch auf der CF Karte, falls in den nächsten Schritten etwas schief geht.
Tipp am Rande: Nicht am Kartenleser sparen. Ein billiges Modell kann im besten Fall den Kopiervorgang ausbremsen, im schlechtesten Fall zu defekten Dateien führen. Persönlich habe ich mich für einen SanDisk Extreme Kartenleser entschieden. Diesen gibt es aber leider nicht mehr. Eine mögliche Alternative ist der Lexar Professional USB Kartenleser
Geotagging mit GeoSetter
Um die aufgezeichneten GPS Tracks mit den Fotos zu synchronisieren und die Geoinformationen in die Metadaten zu schreiben verwende ich GeoSetter. Für mich derzeit einfach das beste Geotagging Tool für Windows PC. Und dazu noch kostenlos zu bekommen.

Falls ich doch mal JPG Bilder importieren möchte (Meist nur Altbestände oder von Freunden bekommene Bilder) speichere ich die Geodaten direkt in die Datei ab. JPG ist da deutlich einfacher zu handhaben. Schließlich handelt es sich nicht um ein propriätes Herstellerformat. Auch bei DNG Bilddaten kann bedenkenlos direkt in die Datei geschrieben werden. Also einfach bei DNG und JPEG den Haken bei "Daten in XMP-Sidecars speichern" rausnehmen.
Das eigentliche Geokodieren geschieht wie im Geotagging Buch beschrieben. Entweder per zuweisen über die Google Karte oder mit einem aufgezeichneten GPX Logfile. Sobald die Daten in die XMP Datei gespeichert (Strg + S ) sind geht es weiter mit Lightroom.
Import nach Lightroom
Der Import gestaltet sich bei mir wie folgt.
- Quelle aus der importiert werden soll ist "- IMPORT".
- Bilder sollen verschoben werden. Also "Versch." anklicken.
- Als Ziel den Bilderordner wählen.
- Persönliche Dateiumbenennungsregel und Metadatenregel auswählen.
- Für die Datensicherheit noch Bilder in einen zweiten Ordner kopieren.
Mit dem Import Start beginnt Lightroom die Bilder umzubenennen und zu verschieben. Dabei werden auch die XMP Dateien mit verschoben. Sofern alle Bilder ausgewählt waren ist jetzt der Import Ordner leer.
Sobald der Import beendet ist, beginnt das aussortieren der Bilder und das verschlagworten in Lightroom. Erst danach wird die Speicherkarte in der Kamera formatiert. Jetzt habe ich die Bilder auf dem Hauptrechner, im Backup-Verzeichnis und nach der nächsten Synchronisation auf der NAS.
In der Lightroom Bibliothek stehen nun die Geodaten zur Verfügung. Im EXIF Bereich ist die Aufnahmeposition und die Höhe eingetragen. Neben der Koordinate befindet sich ein Pfeil. Mit einem Klick startet der Browser und die Aufnahmeposition wird auf einer Google Karte angezeigt.
Falls mit GeoSetter Ortsdaten den IPTC Feldern hinzugefügt wurden, kann der Katalog nach Ort, Stadt, Bundesland und Land über den Bibliotheksfilter "Metadaten" gefiltert werden.
Leider sind dies die einzigen Verwendungsmöglichkeiten von Geodaten welche in Lightroom direkt integriert sind. Für alles weitere, wie beispielsweise ortsgebundene Suche, sind Zusatzmodule notwendig.
Fazit
Mit dem hier vorgestellten Arbeitsablauf werden alle neuen Bilder zügig mit Geodaten versehen. Zudem werden keine Veränderungen an den Originalen RAW Daten vorgenommen. Somit bleibt der nichtdestruktive Workflow vollständig erhalten.
In einem weiteren Artikel geht es demnächst um das hinzufügen von Geodaten zu Bildern welche sich bereits in Lightroom befinden.



16. April 2012 - 7:09 Uhr
17. April 2012 - 14:51 Uhr
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