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Im Test: Garmin GPSmap 60CSx als Geologger

02 März 2010
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In dieser neuen Reihe soll es künftig um Tests verschiedener Logger gehen. Getestet werden dabei hauptsächlich die Eigenschaften welche für das Geotagging von Fotos wichtig sind. Starten möchte ich mit dem Garmin GPSmap 60CSx. Als mein bevorzugtes Outdoor Navi dient es hier quasi als Referenzmodell. Der Versuch umfasst auch eine etwa 13 km lange Testfahrt welche mit dem Fahrrad zurückgelegt wird.
Der Logger:

Eigentlich ist der Garmin GPSMap 60CSx ein Outdoor Navigationsgerät. Es können digitale Vektorkarten aufgespielt werden, Wegpunkte und Routen mit entsprechender Software vom PC aus verwaltet werden und bei entsprechenden routingfähigen Karten auch Navigationsanweisungen gegeben werden. Die Logger Eigenschaften kommen also mehr als Nebenprodukt mit. Durch den angestrebten Verwendungszweck bringt der Garmin den Vorteil der robusten Bauweise mit. Gegen Regen etwa ist er abgedichtet. Und auch ein kleinerer Sturz oder rütteln am Fahrradlenker macht ihm nicht wirklich etwas aus.

Als Zeitabgleichsmethode diente ein Referenzbild, wie es auf Seite 20 im Geotagging-Buch beschrieben ist. Auch die Logger Einstellungen wurden von Seite 51 übernommen.

Technische Daten des Garmin GPSmap 60CSx:
  • GPS Chipsatz: SiRF III (Neuere Geräte verwenden den MTK II (MT3329) Chip. Fazit eines Vergleichs beider Versionen: Unentschieden)
  • Stromversorgung: 2 x Mignon (AA) Batterie oder besser Akku
  • Display: ja, Farbe
  • Wegpunkttaste: ja
  • Logspeicher: intern und microSD Karte
  • Aufzeichnungsdauer bei 1 Wegpunkt alle 5s: Abhängig von verwendeter Speicherkarte. Max. ca. 250 Tage.
  • Preis: Straßenpreis von ca. 270 €
Die Teststrecke:

Als Erprobungsstecke diente eine gut 13 km lange Runde rund um Unterschleißheim. Start und Ende sind im Valentinspark. Auf der Strecke sind auch Waldstücke welche höhere Anforderungen an den GPS Empfang stellen.

Kurz vor dem Ende ist eine Tiefgarage in den Parcour eingebaut. Damit ist sichergestellt, dass der GPS Empfang mindestens einmal abreißt. Die Garage wird über zwei unterschiedliche Wege befahren und verlassen. Weiterhin kann dadurch geprüft werden, wie schnell nach dem Verlassen wieder Empfang herrscht.

Auf dem Weg zum Startbrunnen im Valentinspark lief der Logger bereits. Es sollte keine Zeit bis zum ersten Fix getestet werden sondern nur die Geologger Fähigkeiten.

Auswertung der Testfahrt:

Nach dem kopieren der Bilder von der Kamera auf den Rechner war der aufgezeichnete Track an der Reihe. Die erzeugte GPX Datei wurde von der microSD Karte kopiert. Anschließend wurde mittels RouteConverter der Weg zum Startpunkt entfernt. Weitere Eingriffe in die GPX Datei fanden nicht statt.

Das trackbasierte Geotagging erfolgte mit der Software GeoSetter nach dem ab Seite 61 vorgestellten Vorgehen. Nach der automatisierten Zuweisung der Koordinaten erfolgte keinerlei Nacharbeit an den Bildern.

Außer in der Tiefgarage kam es zu keinem GPS Aussetzer. Auf der Rampe der Tiefgaragenausfahrt war bereits wieder GPS Empfang vorhanden. Bild Geotagging_Garmin_11 entstand auf der Einfahrtsrampe. Nach dem Abriss entstand Geotagging_Garmin_12 welches dem letzten, schlecht bestimmten Trackpunkt zugewiesen wurde. Geotagging_Garmin_13 entstand auf der Ausfahrtsrampe. Der Re-fix ging extrem flott.

Auch in den Waldstrecken der Testrunde war permanent ausreichend guter Satellitenkontakt vorhanden.

Die vom Gerät gewählten Aufnahmeabstände waren sehr gut und ergaben mit den Interpolationsalgorithmen von GeoSetter sehr gute Ergebnisse. Einige Schlüsselstellen sind auf der Karte unten zu sehen und können detailliert begutachtet und ausgewertet werden.

Fazit:

Schon zu Beginn habe ich erwähnt, dass es sich bei diesem Gerät um die Referenz für künftige Logger-Tests handeln wird.

Klar es ist kein Logger im klassischen Sinn. Aber für alle die neben dem reinen Geotagging Interesse an der individuellen GPS Nutzung haben sehr interessant. Die Möglichkeiten des 60CSx als Navigation sind riesig. Ebenso die Einsatzgebiete: Fahrrad, Laufen, Städtetouren, Wandern, Segeln um nur einige zu nennen. Selbst Turn-By-Turn Straßennavigation fürs Auto ist möglich. Und die Geologger Funktion gibt es gratis obendrauf.

Vorteile dieses Loggers:
  • Riesiger Logspeicher; abhängig von der Größe der Speicherkarte. [Update]: Maximal können ca. 250 Tage aufgezeichnet werden. Danke an das naviboard Forum für den Hinweis.
  • Sehr präziser GPS Chipsatz (SiRF III)
  • Verwendung von Standard-Batterien (Mignon, AA)
  • Lange Batterielaufzeit; je nach verwendeten Batterien/Akkus
  • Vollwertiges Outdoor Navigationsgerät. Viel mehr Anwendungsbereiche als nur Geo-Tagging.
Nachteile dieses Loggers:
  • Größe. Sofern man ihn lediglich als Logger verwenden möchte kann das eine Rolle spielen.
  • Preis. Mit ca. 270€ nicht wirklich günstig

Was ist eure Meinung zu diesem Test? Fragen? Auf was soll bei künftigen Tests genauer eingegangen werden?

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