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Im Test: Geotagger Dawntech di-GPS M3-MTK für Nikon
Nikon bietet als eine der wenigen Kamerahersteller für alle aktuellen SLR Modelle die Möglichkeit des internen Geotagging an. Dazu wird ein GPS Empfänger mit dem Zubehöranschluss verbunden. Zum heutigen Test tritt ein Geotagger der Firma Dawntech an.
Die Firma MBK vertreibt in Deutschland exklusiv die GPS Produkte von Dawntech. MBK stellte mir den Logger für diesen Test zur Verfügung.
Technische Daten des Dawn di-GPS M3-MTK
GPS Chipsatz: MTK MT3329
Stromversorgung: Über Kameraakku
Gewicht: 29 g
Größe: 48 mm x 34 mm x 14 mm
Preis: ca. 120 € (Stand Juli 2011)
Der Dawn di-GPS M3-MTK Geotagger vorgestellt:

Geliefert wird der GPS Empfänger zusammen mit einem Clip für den Kameragurt. Damit sind auch Blitzaufnahmen mit GPS möglich. Für den sicheren Transport liegt ein Neoprentäschchen bei.
Da wegen geringerer Fehleranfälligkeit auf unnötige Stecker verzichtet wurde und das Kabel zur Kamera fest im Gehäuse verbaut ist, muss man sich bereits beim Kauf für eine Version entscheiden.
- M3-MTK-S3 ist für die ein- und dreistelligen Nikon Modelle geeignet. Ausgestattet mit 10-Pin Anschluss wie etwa D300, D700 oder D3.
- M3-MTK-S5 ist für die vierstelligen Nikon Modelle wie etwa D5100 oder D7000 geeignet.
- M3-MTK-S9 ist für die Nikon D90 geeignet.
Die Montage an meiner Nikon D300 war extrem einfach. Stecker in die 10-pin Buchse der Kamera einschieben, Sicherungsring andrehen und das Empfängermodul auf den Blitzschuh schieben. Fertig. Der Kontakt für Fernauslöser wird nicht durchgeschleift. Deshalb besteht bei Verwendung des Geotaggers keine Möglichkeit einen Fernauslöser anzuschließen.
Interner Koordinatenpuffer
Ein Merkmal welches den Dawntech Empfänger positiv vom Nikon GP-1 abhebt ist der Koordinatenpuffer. Damit ist es möglich Fotos auch ohne GPS-Empfang mit einer Koordinate zu versehen. Mit der Last Fix Repeat (LFR) genannten Funktion wird die zuletzt bekannte Position so lange den Bildern zugeordnet bis eine neue Position bestimmt ist. Vorteilhaft ist dies etwa in Gebäuden oder bei schlechtem GPS Empfang im dichten Wald. Beispielsweise wird während des Museumsbesuchs den Innenaufnahmen die Koordinate von der Eingangstür zugewiesen. Dieser Puffer bleibt erhalten bis der Geotagger ausgeschaltet wird oder von der Kamera getrennt wird.
Speicherung der GPS Empfangssituation
Es ist zwar kein Kompass verbaut, trotzdem werden Richtungsangaben an die Kamera übermittelt. Diese Information dient nur der Speicherung der GPS Empfangssituation. Der Wert schwankt zwischen 0,01° und 0,09°. Eine 1 am Ende steht für keinen Satelliten-Empfang. Es wurde der letzte bekannte Wert aus dem Speicher verwendet (LFR). Mit Richtungen zwischen 3 und 9 wird die Anzahl der verwendeten Satelliten angegeben. Somit lässt sich auch im Nachhinein die Qualität einer Position abschätzen.
Bedienung des di-GPS M3-MTK

Das einzige Bedienelement ist ein dreistufiger Schiebeschalter. Es stehen die Modi An, Automatik und Aus zur Verfügung. In der Automatikstellung geht das GPS Modul zusammen mit der Kamerabelichtungsmessung an und aus. Dies ist die Energiespar-Variante. Bei langen Pausen mit großen Distanzen dazwischen kann eine Neupositionierung aber lange dauern.
Um auch bei Schnappschüssen immer eine Koordinate im Bild zu haben schalten Sie den GPS Empfänger auf ON und in der Kamera den Stromsparmodus auf OFF. Somit stehen der Kamera immer Daten bereit. Diese Variante hat aber den Nachteil des höchsten Stromverbrauchs.
Über eine rote LED zeigt der Geotagger die aktuelle Empfangssituation an. Blinken bedeutet GPS Suche. Dauerleuchten zeigt GPS Empfang an.
Testrunde mit dem Dawntech Geotagger
Die Unterschleißheimer Testrunde wurde wie immer auf dem Fahrrad zurückgelegt. Auf den parallelen Track des Garmin Vergleichsgerätes habe ich verzichtet, da vom M3-MTK kein Track aufgezeichnet wird.
Der Empfänger befand sich in der Position EIN. Somit erfolgte permanent ein Positionsupdate. An der Kamera war der Stromsparmodus aktiv. Das hatte zur Folge, das zwei sehr schnell geschossene Schnappschüsse keine Koordinaten enthielten. Die Kamera braucht nämlich knapp eine Sekunde bis die Schnittstelle zum GPS Empfänger geöffnet ist. Bilder können zwar schon vorher gemacht werden, enthalten dann aber keine Koordinate.
Unterwegs zeigte sich eine hervorragende Genauigkeit. Auch unter den dichten Blättern im Wald war der Empfang problemlos.
Das Bild in der Tiefgarage ist auch mit Koordinate versehen. Dabei wurde der letzte Standort kurz nach der Einfahrt verwendet. Nach dem Verlassen enthält das erste Bild welches kurz nach der Ausfahrt aufgenommen wurde zwar eine etwas entfernte Koordinate aber es bestand bereits wieder Empfang.
Der Kameraakku zeigte zu Beginn 78% Ladezustand. Am Ende waren es noch 73%. Für eine 1,5 stündige Radtour mit permanent eingeschalteter Kamera (Ruhezustand ON) und Geotagger auf EIN geht das in Ordnung.
Fazit Dawntech di-GPS M3-MTK
Für 120 € bekommt man ein gut verarbeitetes GPS Gerät für Nikon Spiegelreflex Kameras. Die Positionsgenauigkeit ist hervorragend. Hervorzuheben ist die Zwischenspeicherung der letzten bekannten Koordinate. Außer für Markenfetischisten gibt es keinen Grund etwa 100 € mehr für das Original GP-1 von Nikon auszugeben. Wer einfach nur Bilder Kameraintern geocodieren will macht mit dem di-GPS M3-MTK von Dawntech sicher einen guten Kauf.



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